Magmell in München

15. Juni 2016

Von Triumphatoren und Haxn

Anmerkung: Ziemlich spät für so einen Bericht über einen Jahresabschluss. Ihr habt Recht. Wissen wir aber selbst. Zu unserer Verteidigung: Das Jahr 2016 hat arbeitsreich begonnen. Dieser Ausflug hat wesentlich dazu beigetragen.

Jedes Wochenende vor Weihnachten bricht das Magmell-Team auf, um das alte Jahr zu verabschieden und allerhand Dinge zu feiern, die man zusammen geschafft hat. Nach einem fordernden 2015 verschlug es uns dieses Mal nach München. Mit an Bord: Die alten und neuen Hasen. Und ein ganz neuer – der Magmell-Nachwuchs mit stolzen 18 Monaten.

Mit dem ICE ging es in Bayerns Hauptstadt. Nach guten drei Stunden Fahrt konnten wir in unserem stylischen Wohlfühlhotel einchecken. Wir schielten bereits auf die äußerst einladende Hotelbar. Vielleicht etwas für spätere Momente.

 Da die letzte Mahlzeit einfach schon wieder zu lange her war, machten wir uns gemeinsam in die Stadt auf. Eine zünftige Leberkässemmel vom Viktualienmarkt konnte unseren Hunger vertreiben. Wir sind uns einig, nie ein besseres Exemplar probiert zu haben. Etwas Platz im Magen hoben wir uns aber noch auf, bevor wir zum Abendessen im So.Cal einkehrten, einem Restaurant mit kalifornischer Küche in Schwabing. Das Interieur ist landestypisch und individuell entworfen. Holz. Frisches Mintgrün. Paprikarot. Yuccapalmen. Wir freuten uns an diesem gelungenen Ambiente. Nicht nur das Design war nach unserem Geschmack. Auch die Burger- und Fleischvariationen und die bunten Cocktails fanden echte Fans unter uns. Danach: Noch etwas Heiteres. Die Lach- und Schießgesellschaft. Ausgestattet mit einem Glas Rotwein oder Bier machten wir es uns um einen echten Wirtshaustisch gemütlich. Auf dem Programm: »Wer sind wieder wir« – Kabarett und Musik. Aktuelles Weltgeschehen. Anspruchsvoll anschaulich erklärt. Sebastian Rüger, Frank Smilgies und Caroline Ebner deckten auf. Und entlarvten gekonnt die komischen Seiten jedes ernsten Themas. Wir amüsierten uns prächtig. Zwei Stunden Unterhaltungsprogramm vergingen wie im Flug.


Frühstück im Backspielhaus. Der nächste Tag hätte – so wie es die Tradition vorsieht – zügig mit der passenden Vorbereitung auf den Tag beginnen können. Bis dahin galt es noch, einige Tücken der Großstadt zu überwinden. Unter ihnen grundlegende Fragen: Wo zum Teufel haben wir überhaupt reserviert? Welche Straße ist das? Und noch viel wichtiger: Wo sind wir gerade? Unter Bemühung neuester digitaler Techniken und einige Fehlversuche später fanden wir uns dann im Kochspielhaus ein. Zwar waren wir in der falschen Filiale gelandet, aber man nahm uns glücklicherweise trotzdem auf. Mit Erleichterung nahmen wir Platz. Der Magen des einen oder anderen hätte ohnehein nicht länger mitgemacht. Belohnt wurden wir mit reichhaltiger Auswahl. Bei Spiegeleiern mit Bacon, Cornflakes, Apfelpancakes mit Ahornsirup, Semmeln und hausgemachter Marmelade ließen wir das letzte Jahr Revue passieren und sprachen über das, was im nächsten kommen soll. Für uns alle gemeinsam. Aber auch jeden persönlich.

Für inspirierenden Input sorgte im Anschluss der Besuch in der BMW-Welt und dem BMW-Museum. Ein Markentempel. Beeindruckende Architektur als perfekter Rahmen für eine Weltmarke. Freude am Fahren. Von der großen Fassade außen bis ins kleinste Detail innen unterwirft sich alles der einen Idee. Die Atmosphäre beeindruckte. Wir saugten so viel es ging auf. Als kreativen Proviant für kommende Projekte.

Magmell in München
Magmell in München
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Vom Ästhetischen zum Unverzichtbaren. Im Haxnbauer kehrten wir abends zu zünftiger bayerischer Küche ein. Einmal echte Schweinshaxe essen. Was beim Lesen der Speisekarte schon zu erwartungsvollem Jubel führte, kannte spätestens beim Servieren kein Halten mehr. Das musst du probieren! Jeder Empfehlung am Tisch zu folgen, wäre unmöglich geworden. Nicht aus Vernunftgründen. Sondern aus Platzmangel. Doch die Vernunft schien in diesem Moment irgendwo draußen vor der Tür zu warten. Derweil verdrehten uns Schwammerlsuppe, Haxn, Spanferkel, Sauerkraut und Kartoffelknödel gehörig den Kopf. Dazu ein ordentlicher Krug Triumphator. Im Anschluss – und ohne zu zögern – Zwetschgenknödel mit Zimt, flambierte Apfelkücherl und Apfelstrudel mit Vanillesauce. Strahlende Gesichter an der ganzen Tafel. Erkennbar gezeichnet durch kulinarische Reizüberflutung. Kurzum: Es war uns ein Fest.

Und weil wir so schön zünftig begonnen hatten, spazierten wir weiter ins Augustiner Brauhaus. Ein Stück Münchner Bier- und Sozialkultur. Ein guter Ort, um den Abend in uriger Atmosphäre ausklingen zu lassen. Und ganz im Ernst. Ein Magmell-Stammtisch – man könnte sich mit dem Gedanken anfreunden.

Zurück im Hotel, fühlten wir uns noch nicht in der Lage, unsere nette Runde aufzulösen und einfach ins Bett zu gehen. So lag es nahe, den dritten Abschnitt des Abends in der Hotelbar einzuläuten. Bei gedimmtem Licht und auf gemütlicher Sofalandschaft gönnten wir uns einen abschließenden Drink. Garniert mit abendlicher Philosophie und guter Laune.

Unser Wochenende ließen wir am Sonntag bei einem letzten gemeinsamen Frühstück im Maria ausklingen. Danke für die schöne Zeit. Hat wieder jede Menge Spaß gemacht.

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